Europameister für eine Nacht

Die deutschen Frauen sind Europameister geworden.

Diese Nachricht dürfte heute jeden von uns erreicht haben. Dennoch werden wir uns in zwei, drei Tagen wieder den täglichen Nachrichten widmen und den glorreichen Triumph des deutschen Teams vergessen haben.
Ich möchte niemanden beschuldigen oder sagen, dass es falsch ist sich über den Sieg zu freuen. Nicht zu unrecht haben sich Millionen Fans das Finale angeschaut und mit den deutschen Frauen unter der Leitung von Bundestrainerin Silvia Neid mitgefiebert. Doch werden wir, sobald die Saison der Frauen-Bundesliga beginnt nicht mehr für unsere Heldinnen interessieren. Bei Bundesligaspielen sind oft nicht mehr als ein paar Hundert Zuschauer dabei und verfolgen das Geschehen auf dem Platz. Vielen Vereinen fehlen finanzkräftige Sponsoren, um essentiell notwendige Ausrüstungsgegenstände zu kaufen. Aber genau das macht die Spielerinnen sympathisch. Sie wissen, dass sie nur alle zwei Jahre im Fokus der Nation stehen und arbeiten darauf hin, um immer wieder zu beweisen, dass sie die besseren Männer sind. Vielleicht erbarmt sich ja doch mal der ein oder andere von uns und stattet auch außerhalb einer EM oder WM den Frauen einen Besuch ab, um ihnen den nötigen Respekt zu zollen.

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