Verstörend brilliant

Die Verfilmung von Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ hatte auf dem Filmfestival in Locarno Entsetzen und Verzücken gleichermaßen ausgelöst.

Nach dem Kinobesuch am Wochenende kann ich diese Meinung nur teilen. Die Geschichte sollte allen mittlerweile bekannt sein. Zu oft wurde in Talkshows oder in den Medien allgemein das Thema angesprochen. Ich möchte mich folglich auf den Film und die Art und Weise der  Umsetzung widmen.

Hierbei finde ich, dass sich der Film vor allem durch ein sehr detailverliebtes und in Szene setzendes Produzententeam auszeichnet. Die Kamera schafft es Momente der freien Emotionen einzufangen, ohne dabei zu sehr gespielt zu wirken. Man verzichtet an manchen Stellen auf den Dialog, auf den Monolog, ganz bewusst um mit Bildern das Gehirn zu fluten und zu verführen. Die Aufarbeitung der fehlenden Zuneigung der Eltern wird brilliant dargestellt, fast schon verstörend bizarr und doch so real.

Negativ empfand ich dabei die übertriebene Art und Weise der Darstellung von sexuellen Themenbezügen. Hier hätte man sich doch auch einige Szenen sparen können oder aber anders darstellen dürfen.

Als Fazit bleibt für mich ein sehr interessanter Film, welcher unbedingt geschaut werden sollte, um sich nicht von anderen Meinungen beeinflussen zu lassen.

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