Wie weit darf ein Bischof gehen?

Die Schuldfrage ist wohl stets eine der schwierigsten zu beantwortenden Fragen überhaupt. Doch haben die meisten Bürger ein Gespür dafür. Und bei Bischof Tebartz-van Elst ist das Fass mehr als nur übergelaufen.

Nach veranschlagten 5,5 Millionen Euro kamen 31 auf die Rechnung des Bischofssitzes. Wieso bedarf es einem Designergarten?, muss man sich fragen. Doch schien es für den Limburger Bischof keine moralische Grenze zu geben. Er ließ machen was er von Nöten hielt und gab sich dabei zurückhaltend. Selbst jetzt betont er, dass man die Umstände berücksichtigen müsste. Als Normalbürger fragt man sich wie man das noch alles verstehen darf. Der neue Papst gibt ein Leitbild vor, welches auf große Anerkennung stößt, lebt mit den nötigsten Gebrauchsgegenständen und ein Bischof gönnt sich was er mag.

Nachdem nun weitere pikante Details aufgedeckt wurden kocht die Empörung immer weiter hoch. Wie kann so etwas passieren. Wieso gönnt sich ein Bischof ein erste Klasse Flug um arme Kinder in Indien zu besuchen. Zweifach falsch vorgelegte Eidenstattliche Versicherungen? Irgendwo hört es auf. Irgendwann reicht es. Und irgendwann verspielt man sich auch die Glaubwürdigkeit. Die Kirche bedarf keiner Männer, welche sich ausruhen auf Erreichtem. Eine Kirche muss leben, lebendig sein, neue Ziele in Angriff nehmen, aber nicht mit Millionen um sich werfen.

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