Unwissenheit als Wissensvorsprung

Von klein auf lernen wir: Wenn du etwas nicht weißt solltest du es schnellstmöglich in Erfahrung bringen.

So lernen wir lesen, schreiben, rechnen und was noch alles dazu gehört. Doch in manch anderer Perspektive ist Unwissenheit seit diesen Tagen plötzlich etwas sehr vorteilhaftes. Unwissenheit als Wissensvorsprung?

Das Thema um welches es sich hierbei handelt ist unschwer zu erkennen. Wieder einmal geht es um den NSA-Skandal, um das Abhören und Belauschen, um das systematische Daten erheben und verwerten. Barack Obama wusste anscheinend nichts vom Vorgehen seines eigenen Sicherheitsdienstes. Die NSA konnte als Konsequenz daraus schalten und walten wie sie wollte, ohne sich hierbei eine Erlaubnis einzuholen, oder zumindest einen Lagebericht an den Präsidenten abzugeben.Dies klingt zunächst sehr oszön, doch legt es eine Strategie Obamas und seiner Vorgänger offen. Wir wissen nur so viel, wie wir wissen wollen.

Man kann sich fragen inwiefern dies der Fall sein soll oder kann. Doch die Antwort liegt nahe. Für alles was man nicht weiß kann man nicht verantwortlicht gemacht werden. Schuldig habe nicht ich mich gemacht sondern andere sind die Auslöser und Verursacher. Das dies nicht immer glaubwürdig erscheint ist auch in diesen Tagen wieder Gegenstand der Debatte. „Entweder hat Obama seinen Sicherheitsapparat nicht im Griff oder er pokert sehr hoch.“ Zitate wie diese finden sich wie Sand am Meer. Doch zeigen sie eins ganz deutlich, Obama hat sich zumindest Zeit erkauft. Ob er diese nutzen kann werden die nächsten Tage zeigen.

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