Shitstorm. Die neue Form des Unmuts

In der heutigen Gesellschaft erleben wir immer wieder neue Phänomene. Mit der Einführung sozialer Netzwerke hat sich die Art und Weise, in welcher Kritik geübt wird, grundlegend verändert. Aktuellstes Opfer dieser Hetzjagd war beziehungsweise ist Stefan Kießling. Nach seinem Phantomtor waren etliche Hasser auf seinem Facebookprofil unterwegs um dort unschöne Sätze und Urteile zu schreiben. Etwas was niemand verdient hat! Dabei geht es bei einem Shitstorm oftmals und das ist sehr skurril noch nicht mal um die Person an sich, es wird lediglich einem Trend gefolgt und gegen jemanden gewettert, welcher mediale Aufmerksam genießt.

Weitere bekannte Opfer sind Bela Rethy, welcher nach seinen Kommentaren bei Fußballspielen oft bei Twitter und Co verunglimpft wird, sämtliche Popstars, Michael Wendler, aber auch Firmen wie McDonald’s, Amazon und Co sind diesen Hasstiraden ausgesetzt. Man kann über die Rechtfertigung für diese Aktionen streiten, doch steht meistens eine negative Assoziation mit der Marke oder der Person im Raum. Ob dies nun begründet oder unbegründet ist erscheint an dieser Stelle erstmal zweitrangig. Fakt ist, dass nach Beginn der Beschimpfungen, sich viele Nutzer diesem Shitstorm anschließen um ihren Unmut kund zu geben. Dabei kommt es oftmals vor, dass auch nicht betroffene User ihre Meinung von sich geben, letztlich um sich besser zu fühlen, sich über jemanden oder etwas zu stellen.

Man weiß noch viel zu wenig über diese Meinungskundgebung. Ist sie nur ein temporärer Ausdruck von Meinung, wird sich dies noch verschlimmern, wie kann man darauf reagieren, was sind andere Motive, welche Gründe sind ausschlaggebend, dass ein Shitstorm entsteht? Eine Forschung darüber dürfte sehr interessant sein.

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