Album der Woche

Eminem ist zurück. Slim Shady ist wieder da. Die Liste von möglichen Schlagzeilen wäre endlos. Eins ist klar, Eminem hat sich beeindruckend zurückgemeldet im Rapgeschäft. Seine Platte Marshall Mathers LP 2 steht in den USA derzeit auf Platz 1 und hat in der ersten Woche mehr als 750 000 Käufer gefunden. Der Name des Albums ist angelehnt an sein großes Erfolgsalbum aus dem Jahr 2000.

Schaut man sich die Songs genauer an gibt es doch etliche Merkmale, welche auffällig sind. Eminem schwankt zwischen einem zerbrechlichen Ego, einem angriffslustigen Altstar (was er wohl dennoch nicht ist) und einem nüchternen Rapper. Zum Ausdruck kommt dies in Bad Guy, Berzerk und The Monster. Dabei findet Eminem genügend Platz für Selbkritik, ohne sich zu bemitleiden, sich selbst zu zerfleischen. Er schafft den perfekten Spannungsbogen, den perfekten Kompromiss zwischen nachdenklich sein und powern.

Dem Anspruch gerecht zu werden, dass jeder Track ein Momentum geistiger Beschlagenheit ist, kann freilich auch Eminem nicht. Dennoch ist dies vielleicht das Album des Jahres. Niemand hatte erwartet, dass der erfolgreichste weiße Rapper aller Zeiten so zurückkommen würde, dass er so konsequent an alte Erfolge anknüpfen kann. Überraschend scheint dies derweil nicht. Eminem hat viel dafür getan. Entzug, konzentrierteres Arbeiten und Zurückgreifen auf alte Stärken haben das Album zu etwas überragendem gemacht.

Meine Wertung 4,5 von 5 Sternen.

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