Amazon – Zwischen genial und abstoßend

Ich möchte mich heute mit dem Onlineversandhaus Amazon beschäftigen. Die meisten von uns haben schonmal dort etwas bestellt, sei es ein Buch, ein Laptop, eine CD oder auch etwas ausgefalleneres. Wir alle kennen die Vorteile, von Amazon. Schneller Versand, oftmals keine Portokosten und zusätzlich auch sehr günstige Preise. Wohl das Hauptargument.

Doch was sind weitere Faktoren, welche bei einer Bewertung des Onlinehändlers eine Rolle spielen?

Betrachtet man den Fakt, dass man um ein Produkt zu kaufen in der Regel auch einen längeren Weg zurücklegen muss, um beispielsweise den neuen Fernseher abzuholen erkennt man recht schnell einen Pluspunkt bei Amazon. Man spart sich den Weg zum Elektrofachhandel, muss nicht extra mit dem Auto hinfahren und das Gerät abholen. Es kommt ganz von alleine zu mir nach Hause. Der ökologische Fußabdruck dürfte dabei sogar geringer sein, da der Postwagen auch noch weitere Päckchen ausstellen muss. So spart man sich den Tank und tut mit hübschem Nebeneffekt sogar etwas gutes für die Umwelt. Desweiteren kann ich schnell Preise vergleichen und Bewertungen von anderen Käufern ansehen.

Doch was so gut klingt hat gleichwohl einen Haken. ganze Innenstädte drohen durch den Onlineversandhandel auszusterben. Was Amazon nicht liefern kann, das kann es auch nicht geben. So oder so ähnlich ist mittlerweile die Einstellung der Verbraucher. Sicher strömen nach wie vor die Menschen in die Einkaufspassagen Deutschlands, doch spürt der Einzelhandel immer deutlicher Einbußen und die Konkurrenz aus dem Internet. Vor allem kleinere Geschäfte haben darunter zu leiden. Sie bieten gute Beratung für einen leicht höhren Preis und werden dafür abgestraft. Viele Bürger lassen sich in den Geschäften beraten und bestellen dann zum günstigeren Preis online. Die Sprüche „Das überlege ich mir nochmal“ oder „Da schlaf ich nochmal eine Nacht drüber“ kennen die meisten Verkäufer. Leider kommt kaum ein potenzieller Kunde am nächsten Tag erneut ins Geschäft. Mit den Onlinepreisen kann der Einzelhandel nicht mithalten. So ist die Existenz vieler Geschäfte betroffen. Kreativität ist gefragt um Kunden zu halten und sich das Bestehen zu sichern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die schlechte Bezahlund der Amazon-Mitarbeiter. Dies wurde in den letzten Monaten in sämtlichen Medien immer wieder diskutiert, deswegen möchte ich darauf nicht eingehen.

Ein Pluspunkt des Konzerns unter der Leitung von Jeff Bezos ist die Anpassungsflexibilität. Unter ihm wurden der Kindle eingeführt, ebenso wie das Tablet Kindle Fire. Zwei Geräte, welche auch für einen Wandel der Gesellschaft stehen. Bücher werden digital gelesen. Medienangebote werden sofort per Download in das eigene Heimnetzwerk geholt. Die Verknüpfung zwischen Angebot und Nutzererlebnis, sowie Amazon als Begleiter im Alltag hat stetig zugenommen. Mit dem Kauf der Washington Post hat Amazon nochmals einen spannenden Sprung geschafft. Ob sich hier Masse oder Klasse durchsetzt ist offen. Dennoch steht Amazon für eines der komplexesten Unternehmen des 21. Jahrhundert. Wohin der Weg geht und ob dies immer alles positiv ist mag umstritten sein, aber es bringt Erfolg!

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