Album der Woche – Lorde „Pure Heroin“

Mit 12, 13 Jahren haben die meisten Kinder und Jugendlichen ganz spezielle Probleme und Vorstellungen. Das andere Geschlecht wird interessant, Mode tritt in den Vordergrund, abhängen mit Freunden steht im Mittelpunkt.
Doch da gibt es dieses Mädchen, das mit 12 anfängt seine eigenen Lieder zu schreiben um nun mit 17 internationale Aufmerksamkeit zu erhaschen. LORDE. Mit bürgerlichem Namen eigentlich Ella Yelich-O’Connor und bereits früh von Universals unter Vertrag genommen.
Die stimmliche Begabung ist unüberhörbar und auch sonst bringt sie alles mit was man für die große internationale Bühne braucht.
Der Track „Royals“ wurde in den Radiostationen hoch und runter gespielt, in Deutschland erreichte er Platz 8, in den USA und in Großbritannien jeweils die Spitzenposition. Darin erzählt Lorde von den großen Wünschen der Vorstädtern, von Jugendlichen und dem Aufschauen zu Idolen.

Auch sonst ist das Album „Pure Heroin“ gespickt mit großartigen Songs, Stimmgewalt und feinen elektronisch angehauchten Popballaden. Auch Indieströmungen finden sich an manchen Stellen wieder.Beim ersten Hören erinnerte mich Lorde sehr an Lana del Rey. Ihre Stimmen gleichen sich doch in einer gewissen Weise im Grundtenor. Dennoch kommt bei der Neuseeländerin eine weniger zerbrechliche Stimme zum Vorschein, wie dies im Vergleich zur US-Amerikanerin der Fall ist.

Als sehr gelungen und gut durchdacht kann man „Tennis Court“ und „400 Lux“ empfehlen, auch „Team“ und „Glory and Gore“ sind fantastisch in ihrer Struktur. Refrain und Verse reihen sich nicht lieblos aneinander, sondern bilden ein konzeptionell brillant durchdachtes Gesamtwerk. Mal mit Stilbruch und der Vermischung zweier Genres während eines Stücks oder einem monotonen Vers und einem wunderbar elektronisch aufgeladenen Refrain (Glory and Gore).

Ich bin begeistert und hoffe, dass auch ein zweites Album so erfrischend und anders sein kann als vieles was in der Popwelt zur Zeit unterwegs ist.

Meine Wertung: ganze 4,5 von 5 Sternen!

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