Album der Woche – OK Kid „OK Kid“

Manchmal braucht es nicht viel um ein gutes Album zu entwerfen. Unbekümmertheit, ein bisschen Pop, eine Prise Pseudorap und gute Laune.
Fertig ist das Konzept für das gleichnamige Album der Jungs von „OK Kid“.
Zwar schon im April 2013 erschienen bin ich erst in den vergangenen Tagen auf dieses Stück gestoßen. Beieindruckend war für mich dabei vor allem das schörkellose Konzept, welches auf großes TamTam verzichtet und sich dabei auf das wesentliche fokussiert.
Daneben sind die intelligenten Texte gepaart mit zeitlosen Melodien, welche man nicht ziellos in ein Genre stecken kann, sondern sich davon treiben lassen sollte.
Die Konzeption ist dabei denkbar einfach. OK Kid erzählt von dem Alltagsnormalo, dem Durchschnittsmenschen. Dadurch kann sich jeder mit den Songs identifizieren, sich selbst darin finden. Klingt erneut einfach aber ist oft schwerer umzusetzen als es klingt.

Der erste Track der Platte heißt „Allein, zu zweit, zu dritt…“ und spricht von schlechten Erinnerungen, vom Loslassen und sich der eigenen Identität widmen. Dabei kombiniert der kluge Text eine leicht depressiv treibende Melodie mit einem stilsicheren Refrain.
Als Einstieg wirklich ein gutes Lied. Ähnlich verhält es sich mit „Hellwach“. Auch hier ein egozentriertes Geschehen. Vom falschen Ort und den Lebensumständen die jeder von uns zu bewältigen hat.
Ein Höhepunkt des Albums ist sicher Lied 3, „Stadt ohne Meer“. Super schnieke Reime, gut performt und sehr Ohrwurmverdächtig!
Ebenso erwähnenswert ist „Verschwende mich“. Erinnert mich an die Sportfreunde Stiller (durch leichten Chorus und die unsaubere Melodie entlang des Stücks).
„Am Ende“ ist eine schöne Hommage an die Jugend von heute. In den Tag leben, sich über morgen keine Sorgen zu machen und zu wissen irgendwann wird alles gut!
Wunderschön ironisch ist „Intro“ als Titelnummer 8. Auch das spricht wieder für OK Kid. Einfach mal ein Spaß machen, nicht alles zu ernst nehmen!
Das letzte Lied „Mehr Mehr“ nimmst schon sehr tragische Züge an und erinnert entfernt an eine Liebesszene aus der Oper. Der tragische Held auf der Bühne klagt an, will „mehr“. Das Ganze endet mit einem hochdramatischen Klaviersolo.

Ich war begeistert von den Jungs aus Gießen und hoffe, dass auch ihr daran Gefallen findet!

Meine Wertung: 4 von 5 Sternen

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