Die Jugend in der Pflicht?

Die Generation Y gilt als Problemkind der heutigen Gesellschaft. Verhätschelt und wohl behütet aufgewachsen, steht Sie nicht mehr für neue Werte und Kritik am Menschenbild ein, sondern zuckt die Schultern und lebt weiter in den Tag. So in etwa lässt sich zumindest das Vorurteil überspitzt darstellen. Doch warum gibt es so viel Kritik an der 90er Jahre Generation? Hat sie kein Recht so zu sein wie sie ist? Macht sie etwas falsch?

Die Antworten auf diese Fragen sind sehr vielfältig und dabei alles andere als eindeutig.

Wir sind aufgewachsen ohne Krieg und ohne große Massenpanik. Wir kennen Party, Freiheit und Selbstbestimmung seit wir klein sind. Wir haben uns nie hinterfragt warum das was wir haben so ist und ob es auch anders sein könnte. Wir sehen es als selbstverständlich zu tun was wir wollen und Neues auszuprobieren. Wir sind technisch affin, können in kurzer Zeit komplexe Zusammenhänge begreifen und wissen vermutlich mehr als jemals eine Generation vor uns. Und dennoch schlagen wir uns mit der Kritik einer verantwortungslosen Jugend herum. Doch damit sollte man schnellstmöglich aufräumen. Etliche Zeitungen haben in den letzten Wochen auf die „schlummernde Revolution“ aufmerksam gemacht (http://www.zeit.de/2014/10/generation-y-glueck-geld). Das ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Es fällt schwer zu glauben, dass wir vor einer neuen Wende stehen. Dennoch sind wir nicht die Jugend, die sich nur noch auf ihr Smartphone konzentrieren kann und den Blick für das Wesentliche verliert. Wir sind viel mehr Egoisten im positiven Sinn. Wollen wir etwas erreichen ziehen wir es durch. Wollen wir uns irgendwo engagieren, wir tun es. Früher gab es vielleicht mehr Forderungen nach verschiedenen Dingen, doch steht die Generation von heute für ein Umsetzungsverlangen. Haben wir ein Ziel vor Augen, wird es auch in Angriff genommen.

Vielleicht gehören nicht mehr alle konservativen Wertevorstellungen in die heutige Ansicht der Jugendlichen, dennoch sind sie deswegen nicht schlechter. Sie denken nur anders. Für diese Einstellung fehlt noch die nötige Zustimmung in der breiten Bevölkerung. Die Generation Y geht neue Wege. Diese sind nicht immer leicht und vielleicht auch nicht immer richtig, aber sie bieten neue Ansätze um Problemen gegenüberzutreten. Sei dies eine neue Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie oder ein egoistisches Denken im Sinne von, das möchte ich in meinem Leben noch erreichen. Die Gesellschaft wird von dieser Generation profitieren. Es handelt sich nicht nur um stupide Universitätsabgänger, die nur Dienst nach Vorschrift machen, es sind insgeheim neue Querdenker. Der Umbruch wird sich langsam vollziehen und das Wort Umbruch würde besser Metamorphose heißen. Aber und das bleibt festzuhalten, die Jugend von heute wird ihrer Pflicht nachkommen und die Gesellschaft weiter voranbringen. Dabei ist nicht nur der Bereich der Arbeit betroffen, sondern auch Wertevorstellungen die sich langsam ändern oder Wahrnehmungen von gesellschaftlichen Problemen. Probleme die früher als solche wahrgenommen wurden, wird es dann nicht mehr geben, Probleme die es bisher nicht gab neu auftreten. Aber lassen wir das alles auf uns zukommen und die Jugend gewähren, es wird uns gut tun.

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