Album der Woche – „The Demon Diaries“ von Parov Stelar

Das Album der Woche kommt diesmal von Parov Stelar und heißt „The Demon Diaries“. Das Album erschien sowohl als „normale“ als auch in einer „deluxe“ Variante.
Die Review wird sich jedoch mit der deluxe-Edition beschäftigen.

Nach zwei Jahren hat Parov Stelar wieder ein neues Album auf den Markt gebracht. Der gebürtige Linzer bleibt dabei sich und seinem Stil treu, ergänzt ihn aber geschickt um vielfältige Anknüpfungen an Pop, Jazz und Indie. Zwar ist größtenteils eine Stringenz von Electroswing zu erkennen, dennoch schafft es Stelar auch immer wieder einen kleinen Stilbruch vorzunehmen und sein Reportoire dadurch zu vergrößern.
Als Paradebeispiel kann „The Green Frog“ dienen. Der Track ist deutlich beatlastiger als andere Stücke des Albums. Dennoch verzichtet Parov Stelar nicht auf seine typische Ader und lässt den wunderbaren Eletro Swing an jeder Ecke einfließen. Man wippt unweigerlich mit den Füßen mit, wird dennoch ein bisschen melancholisch, findet sich in guter Laune wieder und spürt eine Unbeschwertheit.

Das Deluxe-Album ist geteilt in eine instrumentale und eine deutlich stärker vocal-basierte Hälfte. Bekannt dürfte hierbei die Singleauskopplung „The Sun“ mit Graham Candy sein, welcher sich im vergangenen Jahr schon einen Namen in Zusammenarbeit mit AlleFarben gemacht hatte.
Insgesamt sind jedoch die Features deutlich ruhiger konzipiert und kommen mit weniger Electro-Swing daher. So ist Josephine eine sehr ruhige Pop-Ballade mit Geige und Klavier, The Sea ein Traum-Electro-Pop-Gemisch, das vor sich hintreibt und Golden Arrow mit Lilja Bloom klingt wie eine gemixte Version eines alten Madonna-Hits.

Schlussendlich überzeugt Parov Stelar vor allem dann, wenn er sich selbst treu ist. Diese Floskel gilt hier einmal mehr als Determinante für eine gelungene erste Scheibe mit gutem Electro-Swing und einer experimentierfreudigen zweiten Platte. Qualität hat auch diese, doch kommt Sie nicht annähernd an das sonst gewohnte heran. Mit der Zeit macht sich Monotonie bemerkbar und eine gewisse Trägheit führt einen durch den zweiten Teil des Albums.

Meine Wertung 3 von 5 Sternen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s