Prime Music – 10 Monate danach

Seit rund 10 Monaten bietet Amazon seinen Service Amazon Prime Music in Deutschland an. Doch wie hat sich der Dienst entwickelt? Wie fällt nach 10 Monaten das Zwischenfazit aus? Wo gibt es Verbesserungspotential? Was ist gelungen?
Zum Start des Dienstes im vergangenen November hatte ich bereits in einem ersten Beitrag meine Eindrücke zusammengefasst (Den Artikel findest du hier). Dennoch bedarf es einer längerfristigen Nutzung eines solchen Angebots, um eine möglichst umfassende Bewertung abgeben zu können.

Die technischen Möglichkeiten
Amazon Music bietet neben dem Webplayer eine App für Mobilgeräte und ebenfalls ein Programm zur Verwaltung für den klassischen Desktop-Rechner. Die Anwendungen sind dabei funktional und einfach zu verstehen, allerdings ist bisweilen unverständlich, warum Titel auf der App heruntergeladen werden können, während ein Offlinemodus auf dem klassischen Rechner ausbleibt. Etwas unbeholfen ist die Möglichkeit nach neuen Primetiteln zu suchen. Diese Auflistung zeigt wirklich nur chronologisch an, welche Titel hinzugefügt wurden. Eine Sortierfunktion, welche Titel nach Erscheinungsjahr aufführt gibt es leider nicht.

Das Angebot
Der wohl wichtigste Aspekt einer jeden Musiksammlung. Amazon Music bietet nach wie vor eine breite Auswahl an verschiedenen Stilrichtungen und Künstlern, dennoch fehlt die Tiefe. So sind weiterhin vor allem ältere Alben verfügbar, neuere Platten fehlen. Teilweise sind Alben nicht komplett für den Nutzer verfügbar, sondern lediglich eine kleinere Auswahl an Titeln. Zwar bemüht sich Amazon weiterhin auch Neuerscheinungen für den Streamingdienst verfügbar zu machen, doch sind dies in der Regel nur zwei bis drei Alben pro Monat. Für den August lässt sich hierfür exemplarisch das neue Album von Snoop Dogg nennen. Insgesamt ist das jedoch einfach zu wenig, um Musikliebhaber von einem Abonnement zu überzeugen. Ebenfalls dürftig ist die Auswahl an Playlisten. Nur eine geringe Anzahl finden sich für die jeweiligen Genres wieder. Viele Playlisten enthalten zudem Dopplungen, sodass eine wirkliche Abwechslung überschaubar bleibt. Ein weiteres Manko ist die fehlende Möglichkeit Playlisten öffentlich zu teilen. Dies würde dem Aufbau einer Community deutlich helfen und zu einem Mehr an Interaktionen unter den Nutzern führen.

Fazit
Amazon bietet mit seinem Streamingdienst weiterhin ein nettes Angebot, das sich in eine Vielzahl an guten Angeboten in die Primemitgliedschaft eingliedert. Als einzelner Kaufgrund dürfte Prime Music jedoch nicht gelten. Daher bleibt Amazon Prime Music weiterhin ein feines Extra, aber es fehlt der nötige Tiefgang, um auch als Alternative zu anderen Diensten wie Spotify bestehen zu können.

2 thoughts on “Prime Music – 10 Monate danach

    • soliveyourlive

      Gebe ich dir völlig recht🙂 wägt man Kosten und Nutzen ab finde ich das auch sehr attraktiv. Aber eben solche Kleinigkeiten, wie Playlisten teilen oder eine bessere Strukturierung der Neuerscheinungen würden das ganze Paket abrunden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s