What’s up Newsletter?

Auch in Zeiten zunehmender digitaler Informationsangebote hält mit dem Newsletter ein fast schon alter Akteur in diesem Feld die Vormachtstellung. Gleichzeitig bieten immer mehr Akteure auch Nachrichten per Messengerdienst an, um mögliche neue Nutzergruppen zu gewinnen. Doch was können diese Dienste? Wo liegen Stärken und Schwächen? Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick über die gängigsten Newsletter geben und deren Charakteristika näher beleuchten sowie alternative Whatsapp-Angebote vorstellen.

Einen klassischen Newsletter in schlankem Design bietet die Süddeutsche Zeitung an. Mit SZ Espresso bekommen Leser zwei Mal täglich eine kurze Übersicht über die wichtigsten Geschehnisse und anstehende Ereignisse. Zu vielen Zusammenfassungen sind ausführliche Berichte und Kommentare des Onlineauftritts verlinkt.
Die Whatsapp-Version der SZ ist im Vergleich zum Newsletter wesentlich kürzer gehalten. In wenigen Worten wird ein Thema angerissen und anschließend via Link auf einen Artikel dazu verwiesen. Der Charme des Newsletters geht damit leider verloren, da jede Meldung erst separat geöffnet werden muss.

Ein ebenfalls guten, auch optisch sehr gelungenen Newsletter, bietet das Handelsblatt an. Gabor Steingart informiert hier mit einem sehr persönlichen und mit Kommentaren gespickten Newsletter über Ereignisse aus Politik und Wirtschaft. Die Stärke liegt dabei in bissigen, teils auch neckischen Kommentaren zu Entscheidungen von Führungskräften.

Einen der erfolgreichsten Newsletter veröffentlicht der Tagesspiegel mit dem Checkpoint von Lorenz Maroldt. Wochentags informiert das Berliner Blatt über regionale Vorkommnisse, gibt Veranstaltungshinweise, Tipps zu Restaurants und Bars und kommentiert mit einem Schuss Ironie die Arbeit des Berliner Abgeordnetenhaus. Im Vergleich zu den anderen Newsletter ist der tägliche Überblick deutlich ausführlicher gestaltet. Der Newsletter liest sich nicht in 1-2 Minuten, sondern lädt zum Verweilen ein.

Abschließend soll der Blick auf ein regionales Verlagshaus gerichtet werden. Der Südkurier bietet seit einiger Zeit einen Whatsapp-Newsletter an. Im Gegensatz zur Süddeutschen Zeitung gibt dieser Newsüberblick alle relevanten Informationen kurz und knapp im Messenger wider, verlinkt aber auch weitergehende Informationen. Darüber hinaus kennzeichnet sich das Informationsangebot vor allem durch einen starken regionalen Fokus auf Regionen in Süddeutschland und berichtet in kurzen Absätzen über Vorkommnisse und Veranstaltungen.

Der Überblick zeigt, es gibt eine Vielzahl an Informationsangeboten, welche zum Tagesstart Informationen vermitteln möchten. Je nach Interesse des Abonnenten orientiert sich der Newsletter an regionalen, wirtschaftlichen oder politischen Ereignissen. Ersichtlich wird dabei, dass Messengerdienste zwar ergänzend wirken können, die gänzliche Übertragung des Formats „Newsletter“ allerdings nicht möglich ist oder zumindest nicht praktiziert wird. Es soll daher in dieser Stelle auch keine Empfehlung ausgesprochen werden, welchen Newsletter man abonnieren sollte, sondern darauf verwiesen werden, dass jeder Nutzer am besten ausprobiert welche Art von Informationsangebot ihm gefällt.

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